Das «Kaufmann Desert House»

Von Richard Neutra designtes Haus in Palm Springs, Kalifornien. Das Haus wurde 1946 gebaut und ist eines der wichtigeren Beispiele der amerikanischen Architektur.  Wie der Name des Hauses schon sagt, es gehörte Edgar J. Kaufmann Senior, der ein einflussreicher Geschäftsmann in den Vereinigten Staaten war.

Beschreib von Cathrin Hauff über das Haus:

Natur war für Richard Neutra ein lebenswichtiges Element, durch welches der Mensch geprägt ist und mit welchem er physischen Kontakt haben sollte. Der Mensch braucht den Blick auf Wasser, auf vorbeiziehende Wolken und auf den Horizont, um glücklich zu sein. 

„ Wir werden immer ein Fenster in den Dynamismus der Natur wollen und brauchen, der Natur, aus der wir herkommen, ohne jemals fähig zu sein, sie wirklich zu verlassen. Wir schrumpfen ein und verwelken außerhalb dieses Zusammenhanges.“ [2]Der Architekt Neutra war mit dieser Auffassung natürlich verpflichtet die Natur zu erhalten und verantwortlich zu behandeln. Er fühlte sich grundsätzlich dazu berufen seine Häuser mit ihrer Umgebung, in der sie zurecht kommen sollten, in Einklang zu bringen,

„ genauer, seine Architektur mit der Natur zu befreunden, sie dabei visuell, aber auch leibhaftig in seine Häuser einzubeziehen. (…) er holte die Landschaft ins Haus, durch die offenen oder die geschlossenen, oft wandhohen Fensterwände – sie blieb dennoch fühlbar draußen, Landschaft und Haus ließ er eine Art von Siez-Freundschaft schließen.“ [3]Neutra versuchte seine Architektur harmonisch einzubetten, d.h. er wollte sie nicht mit der Landschaft verwurzeln, „sondern eher wie ein Schiff verankern.“ [4]. Neutra trennte jedoch durch ein harmonisches Nebeneinander klar Menschenwerk und Natur.Er löste den Blockbau konsequent auf. Wie Flügel entfalten sich die asymetrischen Grundrisse, bilden Höfe und verbinden fließend Innen und Außen durch oft aus Glas gebildete Wände. Kaum eines seiner Häuser ist ohne deckenhohe, eckenbildende Fensterwände, ohne Glasschiebewände, ohne Fensterbänder oder wasserumkränztes Wasserbecken, in welchem sich der Himmel und die Wolken spiegeln. Immer wieder finden sich in seiner Architektur die flachen, weit überhängenden Dächer, die möglichst dünnen Wände und die oft zweifachen Decken, deren untere nach draußen ins Terrassendach schwimmt. Diese Häuser sollten nicht nur Zufluchtsstätte der Menschen sein, sondern eine Erfüllung des Glücks. „Kein Organismus will eingesperrt sein“: und somit gestaltete er seine Häuser als durchlässige Membran.

Original-Artikel und mehr Infos unter wanken.com

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